1000Mitglieder

Heute haben wir unser 1000. und 1001. Mitglied, die Pfeddersheimer Heiko Klein und seine Ehefrau Carmen begrüßt.

In Sichtweite der Talbrücke Pfeddersheim auf den Ackerflächen des Landwirtes Jörg Wenzel überreichte eine Gruppe von Aktiven unseres Bündnisses einen Korb mit Obst, Fruchtsaft und Marmelade, alles Produkte vom Hohen Stein, an die beiden Neumitglieder.

Pressemitteilung vom 19.09.2012

Verlässt den Pfeddersheimer Ortsvorsteher der Mut?

Alfred Haag kommt nicht. Der Pfeddersheimer Ortsvorsteher will der Öffentlichkeit nicht erklären, warum ein Industriegebiet auf Pfeddersheimer Gemarkung gut sei für die einst freie Reichsstadt.
Das Angebot des Bündnis Hoher Stein, an einer Diskussion mit einem externen Moderator in Pfeddersheim teilzunehmen, schlägt der sonst um deutliche Aussagen nicht verlegene Ortschef nun doch aus.

„Ich kneife nicht“, hatte Haag  noch kürzlich der Presse mitgeteilt. Nun sieht er sich außer Stande, das umstrittene Projekt zu begründen. Er sei mit der Materie nicht so vertraut, um in eine öffentliche Diskussion zu gehen, sagt der SPD-Politiker. „Sie sind doch tiefer in der Materie als ich“, versuchte er seine Absage gegenüber der Bürgerinitiative zu erklären.

Sehr geehrter Herr Haag,

Sie haben sich als Befürworter des Industrie- und Gewerbegebietes "Am hohen Stein" positioniert und haben hierfür Beweggründe, die der Öffentlichkeit bislang nicht näher bekannt sind.

Wie Sie wissen, hatten wir uns im Vorfeld des Pfeddersheimer Marktes zur Teilnahme am Umzug angemeldet und diesbezüglich auch mit dem Veranstalter gesprochen. Vor dessen Rückmeldung konnten wir der Wormser Zeitung vom 14.8. entnehmen, dass Sie zwar unsere Teilnahme am Umzug ausschlossen, aber eine öffentliche Diskussion über den Hohen Stein durchaus befürworten.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Sorge der Bevölkerung von Pfeddersheim wegen des geplanten Industriegebiets ist es an der Zeit, dass Sie als gewählter Ortsvorsteher und damit Vertreter der Interessen aller Einwohner Ihre Argumente offen legen.

Warum eine Strohpuppe dem Pfeddersheimer Ortsvorsteher brand­gefährlich erscheint

Strohpuppe400

 

 


Einwohnerversammlung 19.06.2012 von Bündnis Hoher Stein bei Vimeo.

Zwei unabhängige elektronische Vermessungen des geplanten Industrie- und Gewerbegebietes „Am Hohen Stein“ ergaben eine Flächenverbrauch von 140 (exakt 139,26 ha) statt der bislang von der Kommune veröffentlichten 100 Hektar: Die erste Messung auf der Grundlage des amtlichen „FlächeninformationssystemFLOrlp“ des Landes Rheinland-Pfalz erfasste die Planflächen, welche die Stadt Worms in Ihren Dokumenten veröffentlicht. Sie ergab eine Messung von 139,26 Hektar. Die zweite Messung erfolgte auf der Basis des Online-Stadtplanes der Stadt Worms und erbrachte ein Gesamtfläche vom 139 Hektar.

Damit liegt der tatsächliche Landverbrauch nochmals 40% über den bislang offiziell genannten, ohnehin sehr umfangreichen 100 Hektar. Warum die Stadt Worms bislang mit falschen Flächenangaben operierte und wer dafür verantwortlich ist, blieb zunächst unklar. Zwar sind bei Großprojekten finanzielle Budget-Überschreitung an der Tagesordnung, doch dass nun auch mehr Flächen als zugegeben versiegelt werden sollen, wäre ein Novum und eine Täuschung der Öffentlichkeit dazu.

MessungHoherStein

10 Verbände verbünden sich für Klima, Umwelt , Landwirtschaft

Was muss passieren, dass sich Umweltverbände mit Landwirten und Parteien zusammentun und gemeinsame Positionen formulieren? Sicher einiges.

 Das geplant 100 Hektar-Industrie- und Gewerbegebiet „Am Hohen Stein“ ist so eine Anlass, der eine Allianz von BUND, NABU, GNOR, Pollichia, Bauern, Jägern, FWG, Grüne und Landfrauen zusammenbringt.

Gemeinsam wollen die Bündnispartner den Landfraß stoppen, der mit einem großen Gewerbegebiet westlich von Worms einhergehen würde.

 Im Rahmen einer Pressekonferenz am 15.06.12 stellten Vertreter der 10 beteiligten Organisationen Ihre gemeinsamen Ziele dar und präsentierten Informationen und Argumente auf ihrer website
www.buendnis-hoher-stein.de

Am 31.05.2012 gründeten zunächst sechs Organisationen gemeinsam das „Bündnis Hoher Stein – für Klima, Umwelt, Landwirtschaft“. In der Initiative schließen sich die Umweltverbände BUND, NABU, Pollichia, Jagdverband, die Wormser Bauernverbände sowie die Parteien FWG und Grüne zusammen, um gemeinsam für Klima, Umwelt und Landwirtschaft am Hohen Stein einzutreten und sich gegen das geplante Industrie- und Gewerbegebiet zu wenden. Außer den Verbänden gehören zahlreiche Privatpersonen und Grundstückseigentümer zu den Gründungsmitgliedern. Gemeinsames Ziel ist die Eindämmung des Flächenverbrauches, der für den Hohen Stein seitens der Stadt Worms mit 100 Hektar angegeben wurde. Eine Inanspruchnahme von Natur- und Kulturflächen in diesem gigantischen Ausmaß halten die Bündnispartner vor dem Hintergrund des heutigen Wissens um klimatische Zusammenhänge, den Wert knapper, fruchtbarer Böden, der wirtschaftlichen und,- demographischen Entwicklung für eine Hypothek für kommende Generationen, die nicht zu verantworten ist.
Das Bündnis Hoher Stein macht es sich daher zu Aufgabe durch Information und Meinungsbildung auf ein nachhaltiges Wirtschaften hinzuwirken, das heute nicht die Ressourcen von Morgen verheizt und kommenden Generationen keine vermeidbaren Belastungen hinterlässt.

Mittlerweile sind dem Bündnis mit GNOR (Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz) und den Landfrauen Worms-Heppenheim zwei weitere Verbände beigetreten.

Unterkategorien