Bürger wollen keinen Flächenfraß für Logistik

Ermutigende Info-Veranstaltung in Pfeddersheim

Bürgerinformations Veranstaltung am 31.01 in Pfeddersheim zur geplanten Suche von Großgewerbegebieten

"Wie können wir das verhindern?"

Das war das Fazit, das viele Besucher der Informationsveranstaltung von Ortsvorsteher Jens Thill und Bündnis Hoher Stein am 31.1. in Pfeddersheim zogen.

Im brechenden vollen Gemeindehaus legten Referenten dar, warum eine weitere Ausweisung von großflächigen Gewerbegebieten nicht zu verantworten ist.

  • Sprecherin Elke Goldschmidt, eine der beiden Sprecher des Bündnisses, begrüßte gemeinsam mit Ortsvorsteher Jens Thill die Besucher und erläuterte die Pläne der Stadtverwaltung und den Stand der Planung: Über 700 ha groß ist das Suchgebiet, indem 50 ha für großflächige Gewerbegebiete entgegen bestehender Vorrangkriterien für Landwirtschaft und Natur ausgewiesen werden sollen.
    • Anschließend erklärte BUND-Urgestein Karl Müller, warum es gerade in Zeiten der Klimaerwärmung wichtig ist, Grün- und Ackerflächen vor der Versiegelung zu schützen.
    • Dr. Bernd Prior verwies auf den Rückgang der Artenvielfalt bei Tieren und Insekten.
    • Marco Lenck zeigte auf, dass bereits 130 Hektar Logistik in Worms angesiedelt ist.
    • Uli Goldschmidt verwies auf die Jahrhunderte alte landwirtschaftliche Nutzung und die besten Lössböden, die so wertvoll für die Nahrungsmittelproduktion sind.
    • Beim Vortrag von Uli Weiß stand der zunehmende Verkehr im Vordergrund und seine Auswirkungen auf Mensch und Tier.
    • Iris Weiß plädierte sehr eindringlich für den Erhalt der Flächen für die Naherholung der Menschen plädierte.
    • Abschließend erklärte Ortsvorsteher Jens Thill in einem leidenschaftlichen Plädoyer, dass er voll und ganz hinter den Forderungen des Bündnisses Hoher Stein steht, die Pläne für die Ausweisung von großflächigen Gewerbegebieten in Worms endgültig aufzugeben. Er betonte, dass kleinere Flächen für Handwerker und kleinere Unternehmen wichtig, aber auch durchaus noch ausreichend vorhanden sind. Pfeddersheim auch noch für unsere Kinder und Enkel als lebenswerten Ort zu erhalten, hat für ihn absoluten Vorrang.

    In der anschließenden Diskussionsrunde sprachen sich viele Besucher der Veranstaltung, die den Ausführungen sehr interessiert gefolgt waren, für den Erhalt unserer Natur und unserer landwirtschaftlichen Nutzflächen aus.

    Auf die häufig gestellte Frage, „Wie können wir das verhindern?“ antwortete Richard Grünewald, der als Sprecher des Bündnisses die Veranstaltung souverän moderierte: „Sprechen Sie mit den ihnen bekannten Kommunalpolitkern darüber. Machen Sie allen klar, dass es den Bürgern wichtig ist, dass die Pläne für großflächige Gewerbegebiete, die doch nur für Logistik genutzt werden, endlich vom Tisch kommen.“

    Ein gute Gelegenheit dazu wir die Ortsbeirat-Sitzung am 19.2. im Pfeddersheim sein.