Von der Mülldeponie zum Gewerbegebiet?

Planung reicht in die 80er Jahre zurück

Mit der Standortsuche für eine überregionale Mülldeponie der GML fing alles an. Damals wurden seitens der Stadt  Worms Klima-Gutachten in Auftrag gegeben, die der Abwehr der Deponie dienen sollten. Die Deponie kam nicht, da mit der Einführung Mülltrennung (Gelber Sack) das Müllaufkommen stark zurückging und Deutschland das Recycling entdeckte.
Was blieb, waren die Aussagen der Gutachten: Der Hohe Stein ist ein Kaltluft-Entstehungsgebiet, das die Stadt mit Frischluft versorgt.

Bereits in den 90er Jahren begann die Stadt Worms dann, Grundstücke für ein Gewerbegebiet anzukaufen und verabschiedete eine Satzung, die ihr stets das Vorkaufsrecht sichert.

Dann war es sehr lange ruhig um den Hohen Stein, denn es wurden Gewerbegebiete im Süden und vor allem im Wormser Norden ausgewiesen.

Stationen

1993 wurde ein erstes Klimagutachten erstellt (von der Fa. Spacetec, Freiburg).
Es belegt den Hohen Stein als wichtigstes Enstehungsgebiet von kalter Luft für die Stadt Worms.
Ein neues Klimagutachten soll auf Druck der Bürgerinitiative hin 2013 beauftragt werden.

1997 hat sich die Stadt Worms selbst durch eine Satzung ein Vorkaufsrecht am Hohen Stein eingeräunmt.

2004 erfolgte im Regionalen Raumordnungsplan am Hohen Stein die Eintragung eines 'Vorranggebietes für Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Logistik'.

Einen rechtswirksamen Flächennutzungsplan für den Hohen Stein gibt es bislang nicht.
2006 wurde der Hohe Stein in den Vorentwurf eines neuen Flächennutzungsplanes aufgenommen.
Die Stadt Worms bemüht sich um die Fortschreibung des derzeit gültigen Flächennutzungsplanes von 1978 und wollte darin Ende 2012 den Hohen Stein festschreiben. Dies wurde auf Druck des Bündnisses zurückgestelt, bis ein neues Klimagutachten vorliegt. Damit ist frühestens Herbst 2013 zu rechnen.

Ein Bebauungsplan für den Hohen Stein existiert noch nicht.
Die städt. Gremien haben die 'Aufstellung' eines solchen Planes beschlossen, d.h. die Verwaltung ist beauftragt, einen Planentwurf zu erarbeiten.
Dieser kann jedoch erst auf der Grundlage eines neuen Flächennutzungsplanes erstellt werden, also frühestens 2014.