Ökologische Verluste sind unbezahlbar

Der hohe Flächenverbrauch von rund 100 Hektar (120 Fußballfelder) täglich ist in Deutschland das größte Umweltproblem, das zwar erkannt, aber nicht angegangen wird.

Vielen ist heute klar, dass wir unseren Energieverbrauch zurückfahren müssen, wenn wir überleben wollen und es gibt dazu auch viele, teils technische Lösungsansätze. Jeder weiß, dass z.B. das Öl zur Neige gehen wird und daher immer teurer wird.

Ebenso müssen wir dringend unseren Verbrauch an Flächen eindämmen, denn diese sind jetzt bereits knapp, wie an steigenden Preisen abgelesen werden kann. Böden sind genauso eine endliche Ressource wie fossile Brennstoffe. Wenn es heißt, dass Flächen - und sei es für Gewerbe -  knapp werden, wie können wir dann darauf mit noch weiterem Verbrauch des knappen Gutes reagieren?

Mit den Flächen verschwindet Leben

Es sind nicht nur Ackerböden, qualitative Lebensmittel, teils ökologischer Anbau und bäuerliche Existenzen, die verschwinden. Es gehen vielfältige Lebensformen an Pflanzen und Tieren verloren. Diese haben einerseits einen Wert an sich, andererseits erfüllen sie viele Funktionen für uns Menschen. Rückgang der Artenvielfalt ist kein romantisches Problem, sondern kostet am Ende auch Geld.

Schaden für die Natur ist Schaden für Menschen

Wenn sich die Luft über der geplanten Bebauung nicht mehr abkühlt, sondern weiter aufheizt und dann von der vorherrschenden süd-westlichen Windrichtung in die Stadt befördert wird, wird es heiß für Worms. Was das an gesundheitlichen Problemen bedeutet, weiß man heute besser als vor 20 Jahren, als die Klimagutachten erstellt wurden.

Kein Ausgleich möglich

Der massive Eingriff in die Natur, den ein Gewerbegebiet wie der Hohe Stein darstellt, kann nicht ausgeglichen werden. Keine Gehölzpflanzung, kein Tümpel und keine Fassadenbegrünung können wieder gutmachen, was auf 100 Hektar zerstört und versiegelt wird.