Treffen mit dem ersten, dem 1000. und 1500. Unterstützern
Anhaltend hohes Wachstum zeigt Rückhalt in der Bevölkerung.

Video der WZ über das Treffen

Das im Juni letzten Jahres gegründete Bündnis Hoher Stein konnte am Samstag seine 3000. und 3001. Unterstützerinnen Svenja und Silke Lösch begrüßen.

Über 50 Vertreter des Bündnisses waren am Mittwoch den 23.01.2013 bei der Stadtratssitzung anwesend und hörten genau hin, wie begrenzt die beauftragte Untersuchung des Prof. Koch angelegt ist.

Für die Ratsmitglieder, die sonst bei nur geringem Publikumsinteresse tagen, war das ein deutliches Signal und etliche Stadträte sprachen anschließend mit uns, um Sympathie oder ihr Nachdenken zum Ausdruck zu bringen. Und manch einem wird einfach nur bange geworden sein, bei dem Gedanken, so viele Wähler zu verlieren.

Der Hohe Stein war (warum?) als allerletzter Punkt auf die Tagesordnung gesetzt worden. Doch die Hoffnung, dass viele aufgeben und vorher nach Hause gehen würden, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil: es kamen immer noch mehr Bündnisvertreter in den Ratssaal.

Nach den aufschlussreichen Ausführungen von Dr. Koch tritt nun klar zutage, dass es sich bei der beauftragten, gut 34.000 € teuren "Einschätzung der Umweltkonflikte" lediglich um eine Voruntersuchung handelt, die vom Auftragnehmer selbst an mehreren Stellen des Angebots als "Phase 1" bezeichnet wird.

Sie stellt kein Stadtklimagutachten dar sondern betrachtet nur den Bereich von Pfeddersheim bis Heppenheim ohne die Veränderungen in der Stadt.

Ein Modellierung - mit der Auswirkungen im Sinne von "was-wäre-wenn?" durchgerechnet werden könnten - ist nicht enthalten.

Auch wird nur der Stand von heute betrachtet, ohne künftige Veränderungen durch den Klimawandel zu bedenken. Die Betrachtung reicht also nicht einmal bis zu einem ersten Spatenstich in 10-15 Jahren. Ein solche kurze Sicht halten wir in der Tat für kurz-sichtig. Sie liefert keine ausreichende Grundlage für eine fundierte politische Entscheidung, ob der "Gewerbe- Technologie- und Industriepark Am Hohen Stein" im Flächnenutzungsplan verbleiben kann.

Wie heute im Haupt- und Finanzausschuss eingeräumt wurde, werden weitere Untersuchungen und somit Kosten folgen. Zu vertreten hat diese scheibchenweise Betrachtung natürlich nicht der Auftragnehmer, sondern der Auftraggeber.

Am Ende könnten unterm Strich wenig belastbare Ergebnisse bei dennoch hohen Gesamtkosten stehen.

Wir fordern daher eine saubere Gesambetrachtung mit zukunftsweisenden Erkenntnisse für die Stadt gemäß der von uns vorgestellten Kriterien.

Gemeinsame Pressekonferenz der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Grüne und Bündnis Hoher Stein im Rathaus:

In der Diskussion um die vermeintliche Vergabe eines Klimagutachtens wollen wir zur Versachlichung beitragen, indem wir fachliche Kriterien an ein solches Gutachten vorstellen:

  • Was ist der Stand aktueller Stadtklimauntersuchungen in Deutschland?
  • Welche Fragen muss ein solches Gutachten beantworten?
  • Welchen Nutzen bringt es für die Stadt Worms?
  • Welche zeitliche Dimension hat es?

Präsentation zu den Kriterien eines Klimagutachtens unter folgenden Gesichtpunkten:

  1. Bedeutung des kommunalen Klimaschutzes
  2. Klimawandel als neue Rahmenbedingung
  3. Aktuelle Methodik / „Handwerkszeug"

Präsentation als pdf-Dokument (2,8MB)

Undemokratische Vergabe beschädigt Glaubwürdigkeit

in den Tagen vor Weihnachten wird der Wunsch nach einem friedvollen Zusammenleben stärker und viele Initiativen mühen sich verdienstvoll darum. Frieden, auch in einer Stadt wie Worms kann durch offenen Umgang gerade auch in strittigen Fragen, durch Transparenz und Demokratie gefördert werden - könnte man meinen.

Was heute von der Stadtspitze kommuniziert wurde, zeugt von einem anderen Ansatz:

Unser Oberbürgermeister gibt via Zeitung am Freitag vor Weihnachten bekannt, dass er ein Klimagutachten beauftragt habe, verrät aber nicht an wen und ebenso wenig: mit welcher exakten Fragestellung?

Damit wird schon vorab und unnötig Porzellan zerschlagen und die Realisierung eines 140 Hektar großen Gewerbe- und Industrie-gebietes am Hohen Stein rückt durch diesen "Schachzug" erneut in weitere Ferne. Warum?

Heimlichkeit erzeugt Mißtrauen

Wer noch für den gigantischen Landverbrauch sein sollte, müsste ein Interesse daran haben, seriös zu argumentieren, transparent zu entscheiden und nicht den Verdacht zu erregen, etwas hinter verschlossen Türen zu betreiben. Müsste. Warum wird nun das Gegenteil versucht? Es mutet fast naiv an, das beauftragte Büro geheim halten zu wollen, denn hierfür kommen überhaupt nur ein knappes Dutzend wirklich renommierter Unternehmen in Deutschland in Frage. Die Klärung, an wen ad hoc vergeben wurde, ist also nur ein Frage der Zeit.

Das Video vom Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam zeigt kurz und allgemein verständlich die Entstehung und Bedeutung von Böden für unser Leben.

300 Teilnehmer bei Lichterkette in Worms am 26.11.2012

lichterkette03 250Trotz Regens strömten am heutigen Abend immer mehr Menschen in Worms auf den Platz vor dem Lutherdenkmal und entzündeten mitgebrachte Kerzen, Laternen und Lichter. Schließlich waren 300 Wormser beisammen, die besinnlich für den Schutz der Natur und die Bewahrung der Schöpfung am Hohen Stein eintraten.

Unter einem Marktschirm wurden Weizenkörner ausgebreitet, die am Hohen Stein wuchsen. Ein Laib Brot inmitten des Gtreides erinnerte daran, dass auf der Fläche des geplanten Industrie- und Gewerbegebietes Brot für 15.000 Menschen wachsen kann. Lebensmittel die wertvoll sind und bei regionaler Erzeugung beste Ökobilanzen vorweisen können.

Mit Musik von Gitarre und Geige untermalt, sangen die Bürger gemeinsam für Ihr Ziele des Erhaltes der Natur- und Kulturlandschaft.

„GTIP" = Gewerbe- Technologie und Industriepark

Die Begriffe „Gewerbegebiet Am Hohen Stein", „Gewerbe- und Technologiepark Am Hohen Stein" und dergleichen sind in dieser Form nicht korrekt.
Der Arbeitstitel der Verwaltung ist „GTIP", also Gewerbe- Technologie und Industriepark" Am Hohen Stein.

Der Unterschied ist von Bedeutung

Der Begriff „ Industrie" beinhaltet produzierendes Gewerbe, dessen Ansiedlung aufgrund der dort zulässigen Emissionen nur in Industriegebieten, nicht aber in Gewerbegebieten statthaft wäre. Zudem ist im Regionalen Raumordnungsplan von 2004 das Gebiet als „Vorrangfläche für großflächiges Gewerbe, Industrie und Logistik" eingestuft worden, mit den Stimmen von OB Kissel und MdL Guth.

Der Begriff „Gewerbegebiet" ist bezüglich der Ansiedlungsmöglichkeiten verfälschend und täuscht die Öffentlichkeit über den tatsächlichen Sachverhalt undbefürchtete klimatische Schäden.

Pressemeldung

Am Rande der Letzen Stadtratssitzung erwähnte Oberbürgemeister Kissel, dass er (wir ergänzen: abweichend von bisherigen Äußerungen) nun doch bald ein aktuelles Klimagutachten beauftragen wolle.

Damit hängt aber ein zweiter wichtiger Punkt zusammen:
Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans, ist damit zurückgestellt, denn nun greift auch im Rathaus die Erkenntnis Raum, dass ein Flächennutzungsplan nur unter Berücksichtigung eines aktuellen Klimagutachtens fortgeschrieben werden kann.

Worms, den 04.10.2012

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kissel,

beim Parteitag der SPD haben Sie der Presse zufolge eine Reihe von Äußerungen getan, die zunächst irritieren, dann aber Stoff zu Betrachtung und Analyse bieten.

Abgesehen davon, dass Ihre Vorwürfe inhaltlich unzutreffend sind, verwundert vor allem die Tonlage, derer Sie sich als Vertreter von 80.000 Wormser Bürgern bedienen. Sie sollen die Begriffe "wüste Parolen und Polemik" im Munde geführt und von "unlauterer Politik, die zurückgewiesen werden muss" gesprochen haben.

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