Mit Bioland Rheinland-Pfalz und Pax Christi Worms sind zwei weitere Verbände dem Bündnis Hoher Stein beigetreten um den Kampf um den Schutz der Böden für nachfolgende Generationen zu unterstützen. Damit sind aktuell 15 Organisationen Mitglied im dynamisch wachsenden Bündnis.

IMG 3873 400Der Vorsitzende des Bioland-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Manfred Nafziger, begründete den Beitritt: "Wir können nicht auf der einen Seite in unseren landwirtschaftlichen Betrieben nach Kräften die anvertrauten Böden schützen und auf der anderen Seite zusehen, wie in Worms 140 Hektar bester Ackerböden für eine fragwürdige Hoffnung auf Profit geopfert werden sollen. Unser Bio-Engagement gilt dem Erhalt von Natur und Böden!"
Zustande gekommen war der Kontakt über den Bioland-Betrieb Weingut Goldschmidt in Pfeddersheim, dessen Inhaber Elke und Uli Goldschmidt seit der Gründung des Bündnis Hoher Stein aktiv in der BI mitarbeiten.

Für die Bürgerinitiative bedankte sich Sprecher Richard Grünewald für den Beitritt und die Rückenstärkung der Bio-Landwirte und Winzer. Es zeige die große Einigkeit aller Beteiligten in dem gemeinsamen Ziel, den nächsten Generationen eine ungeplünderte Lebensgrundlage zu übergeben.

Mit der Pax-Christi Basisgruppe Worms trat im Februar ein weiterer Verband dem Bündnis bei: "Für Pax-Christi ist der massenhafte Flächenverbrauch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit", begründete Sprecher Hartwig Straub den Beitritt der christlichen Friedensorganisation. "Gerechtigkeit muss auch gegenüber den nachfolgenden Generationen gewahrt werden, wenn wir im Frieden leben wollen. Ressourcen, die wir heute vernichten, fehlen morgen."

"Wer befürwortet eigentlich noch ein Industrie-, Gewerbe- und Logistik-Gebiet am Hohen Stein?", fragte Sprecher Grünewald angesichts der breiten Unterstützung der BI von nun 15 Organisationen aus allen Teilen der Bevölkerung.
Schwerpunkt der Arbeit des Bündisses sei in den nächsten Monaten die vertiefte Information der Bevölkerung und die Vorbereitung einer Informationsveranstaltung im Frühjahr für Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim.

"Je mehr die Menschen wissen, desto sicherer wird ein Raubbau am Hohen Stein verhindert werden", ist er sich sicher.