Nach den aufschlussreichen Ausführungen von Dr. Koch tritt nun klar zutage, dass es sich bei der beauftragten, gut 34.000 € teuren "Einschätzung der Umweltkonflikte" lediglich um eine Voruntersuchung handelt, die vom Auftragnehmer selbst an mehreren Stellen des Angebots als "Phase 1" bezeichnet wird.

Sie stellt kein Stadtklimagutachten dar sondern betrachtet nur den Bereich von Pfeddersheim bis Heppenheim ohne die Veränderungen in der Stadt.

Ein Modellierung - mit der Auswirkungen im Sinne von "was-wäre-wenn?" durchgerechnet werden könnten - ist nicht enthalten.

Auch wird nur der Stand von heute betrachtet, ohne künftige Veränderungen durch den Klimawandel zu bedenken. Die Betrachtung reicht also nicht einmal bis zu einem ersten Spatenstich in 10-15 Jahren. Ein solche kurze Sicht halten wir in der Tat für kurz-sichtig. Sie liefert keine ausreichende Grundlage für eine fundierte politische Entscheidung, ob der "Gewerbe- Technologie- und Industriepark Am Hohen Stein" im Flächnenutzungsplan verbleiben kann.

Wie heute im Haupt- und Finanzausschuss eingeräumt wurde, werden weitere Untersuchungen und somit Kosten folgen. Zu vertreten hat diese scheibchenweise Betrachtung natürlich nicht der Auftragnehmer, sondern der Auftraggeber.

Am Ende könnten unterm Strich wenig belastbare Ergebnisse bei dennoch hohen Gesamtkosten stehen.

Wir fordern daher eine saubere Gesambetrachtung mit zukunftsweisenden Erkenntnisse für die Stadt gemäß der von uns vorgestellten Kriterien.