Wachstumsrate im Feburar verdoppelt - 1000 Unterstützer kamen dazu!

Am Samstag, den 2. März 10 Uhr haben wir unsere 4.000. Unterstützerin begrüßt. Es ist die in Horchheim hausärztlich tätige Internistin und Diabetologin Frau Ariane Jeschek.

4000 Unterstuetzerin 300

Sie machte sich für ihre Patienten stark und sagte:" von Industrie Gewerbe oder Logistik am Hohen Stein wären meine Patienten besonders betroffen.

Es ist mit einer Beeinträchtigung des dortigen Kaltluftentstehungsgebietes zu rechnen. Das ist besonders im Zusammenwirken mit dem Klimawandel nachteilig, da die Sommertemperaturen ansteigen. Dem Erhalt des Frischluftzustromes in die Innenstadt komme daher besondere Bedeutung zu. Aus dem Industriegebiet sei mit Feinstaub und sonstigem Schadstoffeintrag in die Stadt und die umliegenden Gemeinden zu rechnen. Besonders Ältere, Übergewichtige und chronisch- obstruktiv Lungenerkrankte, aber auch Kinder, bei denen sich Asthmafälle häufen, wären die Leidtragenden einer Entwicklung, die die Folgen des Klimawandels eher noch verstärkt.

Als Ärztin lehne ich jede weitere Beeinträchtigung der Luftqualität ab und fordere die Stadtregierung dazu auf, das Projekt Am Hohen Stein nicht weiter zu verfolgen."

Frau Iris Weiß berichtete über den Stand der Unterstützerwerbung und künftige Aktivitäten. "Am 15. und 16. März werden wir in Horchheim beim dortigen Einkaufstreff und bei den Lebensmittelhändlern am Ortsausgang mit Infoständen um Unterstützerunterschriften werben. Nachdem wir erst Ende Januar die 3000/3001. Unterstützerin gewinnen konnten, haben wir im Februar die Zeit genutzt, und zusätzlich 1000 Unterstützer gewonnen. Die gesteigerte Dynamik zeigt, dass unsere Botschaft bei den Menschen ankommt.

Die Stadtregierung berücksichtige die ablehnende Haltung Vieler zum Industriegebiet am Hohen Stein nicht, deshalb kommen sie zu uns." Frau Weiß sorgt sich zudem um gute und sehr gute Böden am Hohen Stein: "im gesamten Stadtgebiet gibt es nirgendwo so fruchtbaren Boden. Es wächst dort Alles, es muss weniger gedüngt und bewässert werden, als bei weniger guten Standorten. Besonders im Zeichen des Klimawandels brauchen wir Diese Felder, und dürfen sie nicht unwiederbringlich zerstören."

Als Sprecher betonte Marcus Centmayer, dass die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt sozial- und umweltverträglich gestaltet werden muss. " Man hat jahrzehntelang Flächenfresser, die schlechte Löhne zahlen, angesiedelt. Die Folge ist eine Verarmung der Stadtbevölkerung: wer als Arbeitnehmer seinen Niedriglohn aufstocken lassen muss, wird später altersarm. Wer jetzt zusätzlich in großem Umfang Fläche bereitstellt, verstärkt diese Entwicklung."

"Es sei notwendig, jetzt mit der Erstellung eines neuen Stadtklimagutachtens und einer Klimawandelfolgenabschätzung Grundlagen für die weitere Entwicklung unserer Stadt zu legen. Dann wird sich zeigen, wo in Worms noch zusätzliche Fläche beansprucht werden darf. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen in den Flächennutzungsplan eingearbeitet werden, "so der Sprecher. Die Stadtregierung ist jetzt, da sich abzeichnet, dass der Hohe Stein nicht durchzusetzen sein wird, gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, um nach sinnvollen Alternativen zu suchen.